Firmung - Infos

FAQ zur Firmung (engl. frequently asked questions, dt. häufig gestellte Fragen):
 
  • Was ist die Firmung?
Firmung heißt „Bestärkung“. In der Firmung wird dir der Heilige Geist Gottes zugesagt: Gott soll dich stärken und auf deinem Lebensweg begleiten, gerade dann, wenn du als Erwachsener immer mehr Verantwortung für dich und deine Umwelt übernimmst. Gott sagt uns zu, dass er das ganze Leben bei uns und mit uns gehen will. Diese Bestärkung ist besonders dann wichtig, wenn man anfängt, neue Wege zu gehen.
 
Firmung heißt "Entscheidung": Ich lasse mich bewusst auf den Glauben an Gott ein und bestätige als junger und mündiger Christ die Entscheidung, die bei meiner Taufe noch meine Eltern getroffen haben.
Firmung ist ein "Sakrament", ein „heiliges Zeichen“: Der Bischof aus Freiburg (Stephan Burger) oder eine von ihm beauftragte Person (z.B. Weihbischof, Domkapitular oder Dekan) kommt und salbt dich in einem feierlichen Gottesdienst mit Chrisam, dem heiligen Öl der Taufe. Nach Taufe und Erstkommunion ist die Firmung der dritte Schritt der Einführung in die Gemeinschaft der Katholischen Kirche. Ab der Firmung bist du für die Kirche erwachsen - das heißt, du hast alle Rechte und Pflichten.
  • Wer kann zur Firmung gehen?
Wer am Tag der Firmung
  • mindestens 15 Jahre alt
  • getauft
  • römisch-katholisch
  • nicht aus der Kirche ausgetreten (!) und
  • noch nicht gefirmt ist.
  • Muss man sich firmen lassen?
Die Firmung ist freiwillig! Es ist nur sinnvoll, zur Firmung zu gehen, wenn du das tatsächlich willst und dich mit dem Glauben der katholischen Kirche identifizieren kannst. Schließlich musst du in der Firmfeier auch öffentlich das Glaubensbekenntnis ablegen. Man kann sich auch zu einem späteren Zeitpunkt noch firmen lassen. Dafür gibt es keine Altersbeschränkung.
Wichtig: Die Firmung ist Voraussetzung, um selber Taufpatin oder Taufpate (oder auch Firmpatin oder Firmpate) werden zu können! Außerdem wird im Ausland (z. B. Polen, Italien, usw.) für eine kirchliche Hochzeit verlangt, dass du gefirmt bist. Trauzeuge kann man aber auch ohne Firmung sein.
  • Wie ist das mit der Firmpatin/dem Firmpaten?
Es ist üblich, eine Firmpatin oder einen Firmpaten zu haben. Sie/er begleitet dich im Gottesdienst nach vorne zum Firmspender (i.d.R. Bischof), legt dir die Hand auf die Schulter und zeigt so: Ich bin bei dir, du bist auch als Erwachsener auf deinem Lebens- und Glaubensweg nicht allein.
Deine Firmpatin / dein Firmpate kann einer deiner Taufpaten sein, muss es aber nicht. Es sollte vielleicht jemand sein, mit dem du dich auch über Glaubensfragen unterhalten würdest.
Wichtig: Wen auch immer du dir als Firmpatin / als Firmpaten wählst, er/sie muss katholisch und selbst bereits gefirmt sein und darf nicht aus der Kirche ausgetreten sein.
  • In welchem der Firmgottesdienste werde ich gefirmt?
Wir gehen davon aus, dass du mit den Jugendlichen aus deinem Wohnort in einem der Gottesdienste zur Firmung gehst, der für euch vorgesehen ist. Wenn das aus irgendeinem Grund nicht geht oder du aus einem bestimmten Grund in einem anderen Gottesdienst gefirmt werden willst, gib uns bitte Bescheid, damit wir das klären können. Normalerweise ist das aber möglich.
  • Geht der Firmgottesdienst lange? Und was geschieht da überhaupt?
Der Firmgottesdienst braucht unterschiedlich lang, es kommt ganz darauf an, wieviele Jugendliche gefirmt werden wollen.
Der Firmgottesdienst selbst ist vom Ablauf her eigentlich ein normaler Gottesdienst wie am Sonntag auch, nur viel festlicher und speziell für euch Jugendliche gestaltet. Nach der Predigt des Bischofs* ist dann die eigentliche Firmspendung eingefügt: Erst wirst du zusammen mit allen Firmlingen gemeinsam vom Bischof* nach deinem Glauben gefragt und antwortest jeweils „Ich widersage“ bzw. „Ich glaube“. Dann betet der Bischof* zusammen mit der ganzen Gemeinde um den Heiligen Geist für die Firmlinge. Danach wird jede/jeder einzeln vom Bischof* gefirmt: Du wirst auf der Stirn mit Chrisam gesalbt. Der Bischof* sagt deinen Vornamen und spricht: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“. Du antwortest: „Amen“.
 
*oder einer von ihm dazu beauftragten Person wie z.B. einem Weihbischof, einem Domkapitular oder dem Dekan.
  • Was muss ich anziehen?
Grundsätzlich: So wie du dich für ein solches Fest schick fühlst. Das kann der Anzug oder das schöne Kleid sein, vielleicht passt für dich aber auch die edle Jeans besser zu dem Anlass.
Denke bitte daran, dass innerhalb der Kirche die Kleidervorschriften etwas strenger sind als auf weltlichen Festen: Bei Mädchen und Frauen sollten die Schultern nicht frei sein (zumindest Bolero, Tuch, usw.) und auch keine Miniröcke angezogen werden, von Jungen und Männern werden lange Hosen und Oberteile mit Ärmeln erwartet. Denke bitte auch daran, dass es in der Kirche trotz Heizung meistens recht kühl ist. Mit hohen Absätzen bitte aufpassen: In den Kirchen sind die Heizungsgitter usw. im Boden teilweise mitten im Durchgang!
  • Gibt es reservierte Plätze?
Nur für die Firmandinnen/Firmanden und ihre Firmpatinnen/Firmpaten in den vorderen Bänken. Deine Familie findet in den Bänken dahinter aber auch ohne Reservierung gut Platz. Wenn von deinen Angehörigen oder Festgästen jemand im Rollstuhl sitzt, darf er/sie gerne mit einer Begleitperson weiter nach vorne kommen. Dort gibt es geeignete Plätze, damit sie/er auch etwas sehen kann.
  • Gibt es in der Kirche eine Toilette?
Normalerweise gibt es in der Kirche oder im Gemeindehaus nebenan eine Toilette.