Die Kirche St. Peter und Paul Bühl-Dorf
Wer Offenburg in Richtung Strasbourg verlässt, sieht alsbald zur Linken einen schlanken, neugotischen Sandsteinturm aufragen, rötlich in der Morgen- oder Abendsonne leuchtend. Es ist der Turm der Pfarrei Bühl-Dorf. Das Gotteshaus selber steht auf einer kleinen Anhöhe, auf einem der wenigen "Bühle", die es überhaupt in der Ortenau gibt. Dieser "Bühl" bildete einst das Ufer der in mehreren Rinnsalen dahinfließenden Kinzig, bis Tulla ihr in der Kinzigkorrektion einen neuen Lauf gab. Und von diesem "Bühl", auf dem die Kirche steht, erhielt das ganze Dorf seinen Namen.
Geschichte
Pfarrei und Dorf haben ein ehrwürdiges Alter. Dies stützt sich auf eine namentliche Nennung in einer Urkunde vom Jahre 1390. Damals verleibte Bischof Bonifatius von Straßburg die Pfarrkirchen "in Northus und Buhel", die beide in seiner weiten Diözese lagen, der Johanniter-Commende Grünewörth in Straßburg ein. Ab 1457 gehörten zur Pfarrei Bühl, auch Weier bis 1789 und zeitweise auch Griesheim. Bühl ist wohl die Mutterkirche der beiden Pfarreien. Die meisten Tauf- und Todeseinträge im ältesten Taufbuch der Pfarrei Bühl, das bis 1613 zurückreicht, stammen aus diesen beiden Gemeinden. Ein Verzeichnis der in Bühl tätigen Geistlichen geht, wenn auch mit Lücken, bis ins Jahr 1374 zurück.
Warum wurde nun vor 100 Jahren ein neues Gotteshaus erforderlich? Das alte Kirchlein stammte aus den Jahren 1480 - 1490. Von ihm ist freilich gar nichts mehr vorhanden, auch nichts mehr vom ehemaligen Friedhof, der um das Gotteshaus herum lag, außer zwei Grabsteinen und einer sehr schönen, aus Sandstein gehauenen Schmerzhaften Mutter Gottes auf Roccaille-Postament aus dem Jahre 1765. Das alte Pfarrkirchlein scheint kein stattliches Aussehen besessen zu haben. In allen Visitationsberichten wurde über seinen trostlosen Zustand Klage geführt; so 1666, 1692, 1699. Der Taufstein trug keinen Deckel, die Messgewänder waren schlecht und zerrissen, in der Kirche brannte kein Ewiges Licht. Eine Sakristei sei überhaupt nicht vorhanden, die Mauern um den Friedhof herum seien eingestürzt, schließlich besaß die Kirche 1699 nicht einmal mehr einen eigenen Kelch und ein Messbuch. Wir dürfen zur Entschuldigung anführen, dass gerade in jenen Zeiten die Ortenau immer wieder Kampf- und Durchzugsgebiet feindlicher und eigener Truppen gewesen ist. So lauteten die Klagen, die nutzlos verhallten, denn die Johanniter in Straßburg kümmerten sich wenig um den Zustand der ihrer Baupflicht anvertrauten Kirche. Zudem waren sie selber nicht wohlhabend. Wenn die Seelsorger an die Bauern von Bühl appellierten, so wichen diese mit dem Hinweis auf die Johanniter in Straßburg aus.
Aus einem Bericht des eifrigen Pfarrers Sälinger, der von 1823 bis zum Tode 1849 in Bühl Seelsorger war, sind wir über Äußeres und Inneres des alten Kirchleins hinreichend informiert. Sälinger hatte 1824 das alte baufällige Pfarrhaus abreißen und ein neues erstellen lassen. Zudem brachte er den heruntergekommenen Schulunterricht wieder in Gang, die Pfründegüter wieder in Ordnung und plante auch noch die Erweiterung des Gotteshauses. Er wollte, um mehr Platz zu gewinnen, eine Seite herausreißen lassen. Eine Voraussetzung dazu hatte er bei der Gemeinde schon erreicht: die Verlegung des Friedhofs im Jahre 1840. Der Grabstein, der dem ersten Bewohner des neuen Friedhofs gesetzt ist, trägt als Aufschrift: "Hier ruhen die Reste des braven 16jährigen Jünglings Eduard Lurck." Er war der erste, den dieser neue Friedhof in seinen Frieden im Dezember 1840 aufnahm.
Nach Sälingers Bericht vom Jahre 1844 sah die alte Kirche wie folgt aus: Unter dem Turm lag direkt der Chor. Eine Sakristei war nicht vorhanden, sodass der Geistliche sich hinter dem Altar zu den liturgischen Funktionen ankleidete. Der Turm maß innen in der Länge und Breite 16,6 mal 16,7 Schuh und bis zum Kreuzgewölbe 17 Schuh. Dies war aus Backstein aufgeführt und von steinernen Gurten durchzogen. Drei Fenster mit Butzenscheiben spendeten spärliches Licht. Der Chor war vom Schiff durch einen Spitzbogen getrennt, der neun Schuh weit und 10,5 Schuh hoch war. Über dem Backsteingewölbe lag ein eichenes Gebälk mit schlechtem Bretterboden. Darauf war eine feuerfeste Kammer mit einer Sturzblechtüre angebracht, vermutlich eine Zufluchtskammer. Der Dachstuhl war einfach und mangelhaft gedeckt. Der Turm selber war aus unregelmäßigen Granitsteinen aufgeführt. Die Ecken waren von Sandsteingurten. Auf der Außenseite hatte er von oben bis unten einen weiten Riss, der nach dem Erzählen der Leute von einem Blitzstrahl herrührte. Auf der Südseite war das Mauerwerk sehr ausgewittert. Im Langhaus hatten etwa 75 Personen Platz, auf der Empore 30. Weiterer Platz für Stühle und Bänke war nicht vorhanden.
Da schon zu Sälingers Zeiten die Seelenzahl 335 betrug, wovon 192 kirchenpflichtig waren, war das Kirchlein zu klein und beim Gottesdienst überfüllt. Sälinger gab die gesamte Verwendungsdauer noch mit 10 Jahren an. Hätte man Sälingers Forderung von 1834 stattgegeben, und die Kirche durch das Herausreißen der Seitenmauer vergrößert, wäre dies nur eine Teillösung für wenige Jahrzehnte gewesen. Immer wieder beschäftigten die Raumnot und der schlechte Zustand die Gemüter. Über die Notwendigkeit eines Neubaus war man sich ziemlich einig, doch wer sollte ihn bezahlen? Pfarrer Sälinger schloss am 28. Januar 1849 die Augen. Sein Nachfolger Merk hielt noch weitere sechs Jahre lang die Gottesdienste im kleinen und engen Kirchlein, dann starb auch er.
Pfarrverweser Göbel kam mit viel Energie und Tatkraft, leider mit zu viel. Denn er brachte alsbald die Pfarrgemeinde in Streitigkeiten, bekam selber Händel mit der Gemeindeverwaltung, kämpfte aber unentwegt um eine neue Kirche. Er beantragte am 9. Juli 1858 einen Kostenvoranschlag und Plan durch Bauinspektor Greif von Heidelberg. Das Bezirksamt Offenburg, das als staatliche Behörde in jener Zeit noch sehr viel in kirchlichen Dingen mitzureden hatte, lehnte diesen Plan ab und legte seinerseits am 11. März 1859 einen Plan vor: Langhaus mit 216 PIätzen, und 24 Bänken, Empore für 24 PIätze und sechs Bänke. Der Plan findet i.A. Zustimmung, nur wünschte man eine Sakristei statt zweier getrennter, ferner zwei Nebenaltäre, dazu zwei Beichtstühle statt einem in das Langhaus. Den Turm wolle man über dem Portal. Da die alte Kirche höher stand als das Pfarrhaus, wolle man den Boden abheben, um Kirche und Pfarrhaus auf gleiche Höhe kommen zu lassen.
Man wollte im Sommer des Jahres 1859 mit dem Bau beginnen, doch ein Hagelschlag vom 30. Juli verursachte über der Gemarkung Bühl schwersten Schaden, sodass die Gemeinde um Rücksichtnahme bat. Erneut gab es Streitigkeiten, weil eine kleine, aber einflussreiche Clique im Dorf den Neubau zu hintertreiben suchte. Das Bezirksamt verhängte schließlich über den Stiftungsrat eine Ordnungsstrafe von drei Gulden. Im Dezember 1860 legte dann Architekt Armbruster von Baden-Baden die endgültigen Pläne vor. Der Kirchenneubau sollte demnach auf fast 16000 Gulden kommen, wovon die Gemeinde die Kosten für das Langhaus und die Inneneinrichtung mit sämtlichen Hand- und Fuhrfrohnden zu tragen habe, was 8920 Gulden erforderte. 7000 Gulden für den Turm, Chor und Sakristei übernahm der Fonds. Am 2. April 1861 war die Bürgerversammlung, auf der über den Neubau und die Genehmigung zur Darlehensaufnahme von 8920 Gulden abgestimmt werden sollte. Von 66 Stimmberechtigten erschienen 47, die einstimmig den Gemeinderatsbeschluss vom 23. März billigten, das Geld zu leihen und es in jährlichen Raten zu 500 Gulden in 18 Jahren zurückzuzahlen.
Am 25. April 1861 traf die bischöfliche Genehmigung zu den Plänen von Architekt Armbruster ein. Man hätte mit dem Bau beginnen können, wenn nicht 53 Bürger einen Rechtsanwalt in Offenburg genommen hätten, um eine abermalige Verschiebung zu erreichen. Sie waren mit der Verteilung der Baulasten nicht einverstanden. So brachte also auch das Jahr 1861 nicht den ersehnten Baubeginn. Pfarrverweser Göbel hatte inzwischen vor Ärger die Pfarrei verlassen. Sein Nachfolger hieß Steyert.
Anfangs des Jahres 1862 gelangte der Neubau wieder zur Abstimmung. Und endlich, am 24. Februar 1862 schrieb die Gemeinde im "Ortenauer Boten" die Arbeiten zum Neubau aus. Das Ordinariat ließ mitteilen, dass eine größere Summe an Zinsen erlassen würde, wenn der Bau bis Sommer in Angriff genommen werden würde. Rasch wurden die Arbeiten vergeben. Vogel von Offenburg und Meurer von Lahr übernahmen die Maurer- und Steinhauerarbeiten, Zick von Achern die Blechnerarbeiten. Am 27. März beschloss die Gemeinde endgültig die Kapitalaufnahme von 11920 Gulden, die man in zehn Jahren abzahlen wollte. Wer hätte es gedacht, dass nun noch einmal Querschüsse kämen und zwar von einer ganz unerwarteten Seite! Vom neuen Pfarrer Steyert, der mit aller Zähigkeit um einen anderen Bauplatz für den Neubau des Gotteshauses kämpfte. Das Pfarrhaus würde zu einem "Winterloch" werden, argumentierte er. Nicht ganz zu Unrecht, denn damals stand anstelle des heutigen Krautgartens die Pfarrscheune, welche die Morgensonne abhielt. Sie wurde erst 1893 unter Pfarrer Dr. Rolfus abgebrochen. Das Ordinariat hatte nichts gegen eine Änderung des Bauplatzes, wenn der Pfarrer im gütlichen Einvernehmen mit der Gemeinde dies erreichen könne. Pfarrer Steyert brachte zwei Vorschläge: den Talacker, wo jetzt das neue Schulgebäude steht, und den Gaß'schen Acker. Der Bürgermeister und zwei Gemeinderäte waren dafür, weil die Kirche so mitten ins Dorf gekommen wäre, doch die Bürger stimmten am 25. April mit der überwiegenden Mehrheit für den alten bisherigen Kirchplatz. Gott Lob, denn einen schöneren und ruhigeren Platz gibt's im ganzen Ort wohl nicht. Dem Pfarrherrn kam man etwas entgegen, indem man die neue Kirche etwas mehr nach Osten rückte. Pfarrer Steyert verließ die Pfarrei und machte einem Nachfolger namens Wilms Platz. Dieser wird in den Akten als klug und besonnen, leutselig und friedliebend geschildert.
Am 16. Mai 1862 lag das alte Kirchlein schon abgebrochen darnieder. Unmittelbar darauf begann man mit dem Neubau. Die feierliche Grundsteinlegung fand unter Pfarrer Wilms am 3. Juli 1862 statt. Sie begann mit einem Hochamt in der Kirche zu Weier; darauf zog die Gemeinde in Prozession zur Grundsteinlegung. Stadtpfarrer und Gymnasialprofessor Stumpf aus Offenburg hielt die Festpredigt. Während die Pfarrgemeinde abwechselnd in Bohlsbach und in Weier ihre Gottesdienste feierte, und auf bischöfliche Anordnung hin in Bohlsbach Beicht gehört und die Taufen gespendet wurden, im Winter jedoch im Hause, schritten die Bauarbeiten rüstig voran und gewann der rötliche Sandsteinturm zusehends an Höhe. Unentwegt holten die Pferdefuhrwerke der Bühler Bürger die schönen Sandsteine aus den Steinbrüchen im Schwarzwaldvorgebirge. Alle Streitigkeiten waren vergessen. Im Sommer 1863 waren die wichtigsten Arbeiten schon vollendet und Pfarrer Wilms konnte auf das Patrozinium 1863 mit bischöflicher Genehmigung zwei Glocken weihen. Dekan Schwendemann von Biberach konnte im August die Kirche benedizieren. Ob er bei dieser Gelegenheit beschloss, in Bühl einmal Pfarrer zu werden? In der Tat! Als Wilms 1864 auf bischöfliches Drängen Stadtpfarrer in Heidelberg wurde, bewarb sich Dekan Schwendemann um Bühl und blieb bis zu seinem Tode im Jahre 1877 dessen guter Hirte.
Die feierliche Konsekration des Gotteshauses nahm anstelle des verhinderten Freiburger Erzbischofs Hermann von Vicari der berühmte Bischof Ketteler von Mainz vor. Dies geschah am 22. Oktober 1863 und war für die Pfarrgemeinde und Umgebung ein festliches Ereignis. Von Weier, Griesheim und Bohlsbach kam man in Prozessionen. Der Bischof predigte selber und half sogar am Vorabend im Beichtstuhl aus. Die Begeisterung und Freude war groß und allgemein. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bühl hatte die Kriegszeit recht gut überstanden. Aber der Zahn der Zeit nagte und nagte.
Als 1955 Pfarrer Börsig sein Amt antrat, waren Renovierungsarbeiten unumgänglich geworden. Mit viel Mut begann Pfarrer Börsig zunächst, den Innenraum der Kirche herzurichten und umzugestalten. Die alten Holzaltäre waren sehr stark vom Holzwurm befallen und mussten total entfernt werden. An die Stelle des Hochaltares trat nun ein moderner Sandsteinaltar. Der Marienaltar links, wurde ebenso erneuert. Rechts wurde statt des zweiten Seitenaltares eine Steinkanzel errichtet. Die Kirche wurde dann innen verputzt und gestrichen und erhielt so ein ganz neues Aussehen. Am 5. Mai wurde die Kirche nach den Umbauten konsekriert. Am 6. Mai wurden 210 Kinder aus Bühl und den Nachbargemeinden gefirmt. Noch im gleichen Jahr, nämlich im September, erhielt das Geläute den elektrischen Betrieb.
Die Statue der heiligen Elisabeth, geschaffen von Angelo Valentin, und die restaurierte Statue des heiligen Konrad wurden am 26.11.1961 geweiht und aufgestellt. In der alten Schule entstand in dieser Zeit der Kindergarten. Er erhielt den kirchlichen Segen am 19.11.1961. Noch ein weiteres großes Fest konnte Pfarrer Dr. Kern mit der Gemeinde Bühl feiern. Es war das 100-jährige Bestehen der Pfarrkirche Peter und Paul. Es gab eine Festwoche vom 27. Juni bis zum 3. Juli 1962. Am 29. Juni wurde das Patrozinium besonders verschönt durch die Mitwirkung der Musikkapelle Sölden bei Freiburg (Heimatort von Dr. Kern). Pfarrer Dr. Kern verließ die Pfarrei Bühl am 17.10.1962. Seine neue Wirkungsstätte war nun die Pfarrei St. Urban in Freiburg.
Dr. Kern leistete in den vier Jahren eine segensreiche Aufbauarbeit, die bis heute ihren Bestand hat und überall noch zu spüren ist. Als Nachfolger von Dr. Kern wurde Vikar Dr. Josef Müller als Pfarrverweser nach Bühl versetzt. Am 21.3.1963 ernannte ihn der Erzbischof zum Pfarrer von Bühl. Dekan Hugle führte ihn in sein Amt ein. Auch Dr. Müller musste sich in seiner Amtszeit in Bühl intensiv als Bauherr betätigen. Zunächst bedurften das Dach und die Fenster des Pfarrhauses der Erneuerung. Die größte Aufgabe war aber ab Herbst 1962 zu bewältigen. Es war die Innenrenovation der Kirche. Die Arbeiten dauerten bis 1966. Die Kirche wurde mit einer neuen Empore, einer neuen Orgel und mit einem neuen Fußboden ausgestattet. Der Chorraum wurde umgestaltet, der Altar näher zur Gemeinde gerückt. Der Priester zelebrierte nun den Gläubigen zugewandt. An die Stelle der Steinkanzel trat ein neuer Taufstein. (Horn, Ottenhöfen) Links vorne wurde ein Ambo errichtet. Die großen Statuen, Christus und die Apostel Petrus und Paulus sowie das große Kreuz, wurden von Bildhauer Kleiser und Malermeister Faller restauriert. Der gleiche Bildhauer schnitzte die eindrucksvollen Kreuzwegstationen, die durch Spender finanziert wurden. Am 3.7.1966 wurde die neue Orgel mit einem Kirchenkonzert eingeweiht.
Die gelungene Innenrenovierung der Pfarrkirche 2013
Die Zurückgewinnung neugotischer Stilelemente war eines der Ziele der Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Dies gelang nicht zuletzt durch den gezielten Einsatz der Farbe Rot. So waren die entsprechenden Stilelemente zuletzt im Zuge früherer Renovierungen in den Hintergrund getreten. Insofern waren sich Pfarrer Eberhard Murzko, der Pfarrgemeinderat und der Stiftungsrat ebenso wie das Erzbischöfliche Bauamt Freiburg mit dessen Architekten Joachim Berger einig, bei der erneut anstehenden Innenrenovierung die Neugotik ein Stück weit in die Kirche zurückzuholen.
Anlass für die erfolgten Maßnahmen waren Sicherheitsauflagen, denen die Kirche bis dato nicht genügte. So mussten die Emporenbrüstung erhöht und die Fenster auf der Empore umwehrt werden. Auch die Sprossen des Treppenaufgangs zur Empore wurden sicherheitstechnisch erneuert. In Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde und dem Erzbischöflichen Bauamt entwarf der Restaurator Bernhard Wink ein Gesamtkonzept für die Bühler Kirche. Dabei gelang es, die bis dato einheitliche Gestaltung aufzulockern - nicht zuletzt dadurch, dass die Farbe Rot an markanten Stellen eingesetzt wurde.
In Rot wurde zunächst das ursprünglich schwarze Kreuz im Chorraum gestaltet, das so etwas wie den optischen Mittelpunkt der Kirche bildet. „Das war ein Wagnis", wie Pfarrer Eberhard Murzko betont. Offenbar ist dieses Wagnis gelungen. Rote Farbtöne wurden daher auch an den Einfassungen der Fenster und am Chorbogen aufgenommen. Ein wichtiges Anliegen der Gemeinde war die Rückkehr der Figuren des Petrus und des Paulus von den Seitenwänden in den Chorraum. Zuvor wurden sie restauriert und farblich ebenfalls im Blick auf den neugotischen Stil der Kirche gestaltet.
In Rot wurde zunächst das ursprünglich schwarze Kreuz im Chorraum gestaltet, das so etwas wie den optischen Mittelpunkt der Kirche bildet. „Das war ein Wagnis", wie Pfarrer Eberhard Murzko betont. Offenbar ist dieses Wagnis gelungen. Rote Farbtöne wurden daher auch an den Einfassungen der Fenster und am Chorbogen aufgenommen. Ein wichtiges Anliegen der Gemeinde war die Rückkehr der Figuren des Petrus und des Paulus von den Seitenwänden in den Chorraum. Zuvor wurden sie restauriert und farblich ebenfalls im Blick auf den neugotischen Stil der Kirche gestaltet.
Eine räumliche Auflockerung wurde auch durch eine Veränderung des Kreuzwegs der Kirche erzielt. Die einzelnen Stationen wurden in einem kleinen Abstand von der Wand neu auf flachen Sockeln angebracht. Im Zusammenspiel dieser Maßnahmen ist eine erhebliche Aufwertung des Kirchenraums gelungen. Dazu kommt ein liturgischer Akzent: Als Entsprechung zum Tabernakel, der sich auf der rechten Seite des Chorbogens befindet, wurde links eine Vorrichtung für das Evangeliar geschaffen. Somit kommen die beiden „Säulen der Eucharistiefeier" - das Wort und das Sakrament - auch optisch zum Tragen.







