Im Jahr 2008 wurde unsere Kirche100 Jahre alt. Am 18.10.1908 war die Kirchweihe, die Jubiläumsfeiern werden sich wohl auf verschiedene Termine verteilen, denn auch der Kirchenchor kann auf 100 Jahre "musica sacra" zurückblicken.
Innenraum der Dreifaltigkeitskirche
mit Blick auf den Altar im Jahr 1908. Es fehlen noch einige der Apostel
Blick in den Chor der Dreifaltigkeitskirche:An der Innenausstattung haben vor allem zwei Kunstwerkstätten mitgewirkt: die aus Südtirol stammenden Brüder Eduard und Rudolf Moroder sowie Peter Valentin der Ältere. Von den Gebrüdern Moroder stammt das Hochaltarrelief "Kreuzigung Christi", das heute etwas abgeändert an der Stirnseite der zur Kapelle ausgebauten Krypta unterm Chor angebracht ist.
Deckengemälde in der neuen Kirche von A. Kolb Offenburg:
Die ehemals reichhaltige Ausmalung der Kirche durch den Offenburger Kunstmaler Augustin Kolb mit der Darstellung der acht Seligkeiten, Szenen aus dem Leben des Heligen Franz von Assisi und des Heiligen Aloisius sind heute nicht mehr zu sehen.
Blick gegen die Orgel der Dreifaltigkeitskirche:
Beim Orgelneubau 1912 durch Fa. Schwarz/Überlingen wurde in die Ansicht der Orgel (Orgelprospekt ) die ca. 2m hohe, nach Entwürfen von Franz Simmler und in der Werkstatt Moroder gefertigte Madonna harmonisch eingefügt. Beim Umbau der Orgel 1958 durch die Fa. Schwarz/Pfaff Überlingen, wurde diese Madonna wiederum in das erweiterte Orgelwerk (Rückpositiv) integriert mit dem Gedanken, dass wir den heiligen-, dreifaltigen Gott nach dem Vorbild Marias allezeit loben und preisen und ihm danken.
Hochwürdiger Herr Dekan Emil Ritzenthaler im Jahr 1894:
Schon 1895, nachdem Dekan Emil Ritzenthaler die Stadtpfarrerei übernommen hatte, begannen die Anstrengungen, für die auf 12.000 Katholiken angewachsene Bevölkerung eine zweite Kirche zu bauen. Als Platz wünschte die katholische Gemeinde den alten Friedhof in der Oststadt, da sich die Stadt in dieser Richtung am meisten erweiterte und die Kaserne im neuen Stadtteil liegen sollte (Kasernenneubau 1897/98). Nach langen Verhandlungen trat 1904 die Stadt Offenburg das als Bauplatz vorgesehene Gelände an die Kirchengemeinde ab und 1906 begann schließlich der Bau. Noch im selben Jahr kam der Rohbau, der eine Gesamtlänge von 60m hat und für etwa 1300 Sitzplätze Raum bietet, unter Dach.
Gow, UA
Wir sind im Jubeljahr unserer Kirche angekommen
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. 100 Jahre Dreifaltigkeitskirche, 100 Jahre Kirchenchor, 100 Jahre Ministranten, 100 Jahre Frauengemeinschaft, 100 Jahre …….., 100 …… sollen würdig gefeiert werden. Zum Auftakt und zur Einstimmung auf das große Fest nehmen die gesamte Dreifaltigkeitsgemeinde und viele Gäste aus der Seelsorgeeinheit an der Gemeindewallfahrt teil. Am 12. April fahren wir gemeinsam mit mehreren Bussen zum Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen. Halten Sie sich diesen Termin unbedingt frei! Familienfreundliche Preise sind garantiert. Einen informativen aber auch spritzigen Abriss der letzten 100 Jahre ist in Arbeit und wird rechtzeitig zu erwerben sein. Für alle Altersgruppen sind Angebote vorgesehen. Das Programm mit dem genauen Festverlauf bedarf noch einer Überarbeitung, wird aber zwischen Ostern und Pfingsten Auskunft geben. Hier das vorläufige Festprogramm, es ist noch nicht vollständig, der PGR behält sich Änderungen vor. Aber die Lust und die Vorfreude sollen trotzdem schon mal geweckt werden:
Samstag, 18.10.2008 Weihetag unserer Dreifaltigkeitskirche, abends Vespergottesdienst mit Chor, anschl. Begegnung Sonntag, 19.10.2008 Familiengottesdienst in der Kirche, anschließend Gemeindefest in und um unserem Gemeindehaus Montag, 20.10.2008 abends: "Nicht zu fassen, was es alles gab" Rückschau im Gemeindehaus Mittwoch, 22.10.2008 abends: ökumenisches Taufgedächtnis in der Kirche mit dem Posaunenchor der evangelischen Auferstehungsgemeinde, anschl. Begegnung Donnerstag, 23.10.2008.. Senioren-Nachmittag im Gemeindehaus Freitag, 24.10.2008 Kinder- und Jugend-Nachmittag Samstag, 25.10.2008 nachmittags: Ehemaligen-Treff im Gemeindehaus Sonntag, 26.10.2008 großes Pontifikalamt mit Erzbischof Robert Zollitsch, anschl. Stehempfang im Gemeindehaus mit der Möglichkeit Grußworte zu überbringen
Wallfahrt zum Dreifaltigkeitsberg
14.4.2008 –gow-Suche nach der Nähe Gottes im Jubiläumsjahr
Das Foto zeigt Weihbischof Rainer Klug, Kaplan Christian Breunig und Pfarrer Matthias Bürkle beim Beginn des Wallfahrtsgottesdienstes auf dem Dreifaltigkeitsberg
Mit einem Doppeldecker-Bus ging die Dreifaltigkeitsgemeinde am Wochenende auf Wallfahrt nach Spaichingen. Dort erhebt sich am Rand der Schwäbischen Alb der Dreifaltigkeitsberg, seit Jahrhunderten ein Ort des Gebetes und der Schönheit der Natur. Den Gottesdienst mit Predigt hielt Weihbischof Rainer Klug, 1969-72 Kaplan in der katholischenOststadtgemeinde.
Die ersten Veranstaltungen zum 100jährigen Jubiläum der Dreifaltigkeitskirche „sind vollauf gelungen“, stellte Pfarrer Matthias Bürkle zufrieden fest. Der Vortrag von Prof. Walter am 3.April wie auch die Wallfahrt zum Dreifaltigkeitsberg fanden guten Zuspruch. Teilnehmer zwischen 3 und 80 Jahren, junge Familien und Pensionäre, Nachbarn aus Hl. Kreuz und der evangelischen Auferstehungsgemeinde wanderten in verschiedenen Gruppen zur Bergkirche, die Sportlichsten überwanden dabei 350 Höhenmeter. An mehreren Kreuzweg-Stationen sang und betete man, hörte geistliche Texte und kam miteinander ins Gespräch.
Vor der Messfeier versammelten sich alle am Brunnenhaus zur Erinnerung an ihre Taufe. Am Schluss seines Evangeliums erzählt Matthäus von Jesu Auftrag: „Gehet hin und taufet alle im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Das ist die Urform der Lehre vom dreieinigen Gott der Christen, für viele ein Widerspruch. Denn sie sagen, entweder man glaubt an einen oder an drei Götter. Weihbischof Klug erläuterte es in der Predigt so: „Jesus hat Gott „Vater“ genannt und uns den „Heiligen Geist“ gesandt. Wir Menschen sind Gottes Kinder und „Erben“ und handeln, wenn wir einander helfen, im Heiligen Geist. Es geht letztlich nicht um theo-logische Wissenschaft, sondern um das rechte Handeln.“ Klug hat als Bischof den Wappenspruch gewählt „spiritu ambulate“ und als Bildsymbol die Muschel, das heißt „wandelt im (Heiligen) Geiste“, als wahre Pilger zu Gott. Der Dreieinige Gott solle – das war sein Wunsch für „seine“ alte Dreifaltigkeitsgemeinde – ein Vorbild für ein gutes Miteinander sein, für gute Beziehungen und Nächstenliebe.
Nachdem es tags zuvor noch geschüttet hatte, erwärmten die Sonne und ein gutes Mittagessen nun die Gemüter. Die Kinder konnten herumrennen und die Großen spazierengehn, bis zur Heimfahrt gerufen wurde